Die ZPA der Metropole Lille wird per Erlass und mit sofortiger Wirkung erweitert

Per Erlass der Präfekte der Region Hauts-de-France in Frankreich wurden die Grenzen der ZPA-Umweltzone der Metropole Lille erweitert. Die neue Zone ist am 18. Juli 2017 in Kraft getreten und zählt nun 12 Kommunen: Lille, Lomme, Hellemmes, Séquedin, Lambersart, Saint-André-Lez-Lille, Marquette-Lez-Lille, Marcq-en-Barœul, La Madeleine, Mons-en-Barœul, Lézennes et Ronchin. Damit wird die ZPA deutlich vergrößert. Außerdem werden die Maßnahmen im Falle einer Luftverschmutzung verstärkt.

Notmaßnahmen sollen nun beginnen, sobald die Feinstaubbelastung PM10 zwei Tage hintereinander die erste Toleranzgrenze von 50 μg/m³ überschreitet. Früher musste die Grenze an vier einander folgenden Tagen überschritten werden. Diese gleiche Prozedur wird in Zukunft auch auf die Präsenz von Ozon in der Luft angewendet, hier ist die Schwelle bei 180 μg/m³ erreicht. Die Maßnahmen werden ununterbrochen fortgesetzt soweit die Wetterbedingungen keine dauerhafte Besserung in Aussicht stellen. Außerdem beschließt der Erlass eine Reihe von Notmaßnahmen, die im Falle einer längeren Luftverschmutzung je nach Dauer, Intensität und Art der Luftverschmutzung durch die Präfekturen angewandt werden können. Es handelt sich um Einschränkungen im landwirtschaftlichen, industriellen und tertiären Sektor. Einschränkungen innerhalb der ZPA Lille für private Fahrzeuge gehören ebenfalls zu den vorgeschlagenen Maßnahmen und könnten während einer nächsten langanhaltenden Luftverschmutzungswelle eingesetzt werden.

Die neue Abgrenzung der ZPA-Umweltzone tritt ab sofort ein. Die neuen Maßnahmen werden nun einen deutlich größeren Teil der Metropole Lille einbeziehen und laut France bleu sogar 38 % der immatrikulierten Autos in der Region Nord betreffen.