Mehr E-Bikes gegen urbane Luftverschmutzung

In vielen deutschen Städten wird schon seit einiger Zeit Werbung für den vermehrten Einsatz von E-Bikes gemacht. In Berlin zum Beispiel kann man im Radio den Berichten überzeugter Handwerker lauschen und E-Bikes werden an Unternehmen sogar sechs Monate umsonst ausgeliehen, damit diese sich von der Nützlichkeit solcher Fahrräder überzeugen können. Die Argumente dafür sind vielzählig: die lange Parkplatzsuche entfällt, die Nebenkosten sind geringer.

In München öffnete gestern das erste UPS-Micro-Depot von dem aus die Lieferanten mit dem E-Bike Auslieferungen in einem Radius von 800 Metern vornehmen. Eingebunden in das Projekt „City2Share“ versucht diese Initiative gegen die Luftverschmutzungen im Münchener Stadtzentrum vorzugehen. Finanziert durch die Stadt gemeinsam mit der bayrischen Industrie wird hier über Möglichkeiten der Elektrisierung der Innenstadt nachgedacht, Elektroautos könnten in Zukunft sogar von den Parkgebühren befreit werden. Auch die Anwohner können diese Entwicklung durchaus positiv betrachten, da gerade der betriebliche Verkehr visiert ist, um eine sauberere Luft und einfachere Zirkulation zu ermöglichen. Eine neue Kategorisierung des Stadtverkehrs nach elektrischen Fahrzeugen ist eine durchaus interessante Entwicklung, die uns an die unterschiedlichen Plaketten nach Fahrzeugtypen in Frankreich erinnern kann und die wir in der Zukunft mit Spannung weiterverfolgen werden.